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Samstag, 2. August 2014




Das BGE als universales Recht für alle. Rechte haben ist zu wenig, besser ist, sie auch leben zu können!



Donnerstag, 18.09.2014, 19.00 Uhr - Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen


Referent: Werner Rätz   Attac ,AG genug für alle   Bonn

Eine materiell gesicherte Existenz und Teilhabe an der Gesellschaft sind Menschenrechte. Doch ihre Umsetzung wird heute milliardenfach verweigert. Ein BGE kann diesen unerträglichen Zustand beseitigen und Armut aus der Welt schaffen. Projekte vor allem in Afrika zeigen: Schon mit relativ geringen Geldbeträgen lassen sich Hunger und Not besiegen. Menschenrechte sind absolut, keiner muss sie sich verdienen. Menschenrechte sind nicht verhandelbar und nicht veräußerbar, und die daraus resultierenden Ansprüche dürfen nicht hintergangen werden. Menschenrechte auf dem Papier zu haben ist eine Sache, doch sie müssen auch tatsächlich gelebt werden können. Werden sie verweigert, haben die Ausgeschlossenen das Recht, sie sich anzueignen. Damit dies nicht zum privaten Raubzug wird, ist die gesellschaftliche Debatte unerlässlich.




Werner Rätz   Attac ,AG genug für alle   


Link zum Video

Dienstag, 13. August 2013

Bedingungsloses Grundeinkommen – woher, wozu und wohin? Attac Wander-Ausstellung zum Grundeinkommen vom 02.09.2013 bis 23.09.2013


Zentralbibliothek Bremen, Am Wall 201, 28195 Bremen, Altbauring, 2. OG

Besichtigung zu den Öffnungszeiten der Zentralbibliothek

Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens transportiert die umfassende Vision einer Gesellschaft, in der es den Individuen als TrägerInnen der Menschenrechte möglich ist, nein zu jeder Zumutung zu sagen, der sie sich nicht freiwillig stellen wollen.
Wer mehr Macht, Einfluss und Durchsetzungsmöglichkeiten hat als andere, wird nicht begeistert sein von einem Vorschlag, der es allen ermöglicht, sich Macht und Einfluss zu entziehen und sich auf ihre eigenen Bedürfnisse zu besinnen.
Um das Grundeinkommen gibt es also gesellschaftlichen Streit und es wird ihn weiter geben. Diese Auseinandersetzungen sind wichtig und machen einen Teil der Qualität eines späteren Grundeinkommens aus. Das Grundeinkommen ist kein Wolkenkuckucksheim, das in der Phantasie an die Stelle von als unzulänglich und repressiv erlebten Sozialsystemen treten könnte, es ist auch nicht der magische deus ex machina, der alle Probleme löst, sondern ein Vorschlag, der Kraft und Richtung gibt beim Eingreifen in die täglichen sozialpolitischen Auseinandersetzungen.
Die Ausstellung eignet sich als Einstieg in die Thematik und bietet ebenso zahlreiche Ansätze für eine Debatte.

Die Ausstellung kann hier auch im Internet angesehen werden.


Hinweis: Am 17.09.2013 um 17:00 Uhr
              Führung durch die Ausstellung  mit Werner Rätz (siehe unter 17.09.2013)

Führung durch die Attac-Grundeinkommensausstellung mit Werner Rätz, Attac, Bonn



Dienstag, 17.09.2013 um 17:00 Uhr bis ca. 18.30 Uhr,
Zentralbibliothek, Am Wall 201, 20195 Bremen

Treffen vor der Krimibibliothek, Altbauring im 2. OG. 


Die Attac Wander-Ausstellung zum Grundeinkommen wird vom 02.09. - 23.09.2013 in der Zentralbibliothek gezeigt. Werner Rätz hat diese Ausstellung gemeinsam mit Hardy Krampertz konzipiert und bietet an diesem Termin eine kompetente und interessante Führung an.

Europäische Bürgerinitiative Grundeinkommen - und was haben wir davon?


Dienstag, 17.09.2013 um 19:00 Uhr,
Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 20195 Bremen
 
Werner Rätz, Attac, Bonn

Immer mehr Menschen in Europa sind trotz Steigerung der Produktivität und steigenden Unternehmensgewinnen von sinkenden Lebensstandards bedroht, viele sind bereits real von Erwerbslosigkeit und Armut betroffen. Sozialpolitik bedeutet in den meisten Ländern der EU heute: Kosten sparen und die Zahl der Anspruchsberechtigten senken. Dadurch trägt das soziale Netz oft nicht mehr. Zukunftsangst regiert, Politikverdrossenheit breitet sich aus, nationalistische Haltungen erstarken wieder.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein dringend benötigtes Gegengewicht zu diesen Entwicklungen. Ein Schritt auf dem Weg dahin könnte die aktuelle Europäische Bürgerinitiative – kurz EBI – zum Grundeinkommen sein.
Die seit Januar 2013 laufende EBI Grundeinkommen soll die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens EU-weit auf die sozialpolitische Agenda setzen.

Die Europäische Bürgerinitiative ist ein neues Instrument der Bürgerbeteiligung in der Europäischen Union. Mit einer EBI wird die EU-Kommission aufgefordert, zu bestimmten Themen im Rahmen ihrer Kompetenzen tätig zu werden. Es muss aber um mehr gehen, nämlich darum, Anliegen von unten durchsetzungsfähig zu machen. 
Die Europäische Bürgerinitiative "Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht!" hat das in imponierender Weise geschafft und die Pläne zur Wasserprivatisierung gestoppt. 
In solchen Initiativen ebenso wie auf der Straße zeigen die Menschen, dass sie sich Europa ganz anders vorstellen als die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedsländer.


Wenn Erwerbsarbeit nicht mehr die Existenz sichert … Welchen Beitrag kann das Bedingungslose Grundeinkommen auf dem Weg zur sozialen Stadt leisten?



Freitag, 15.11.2013, 18:00 – 21:00 Uhr und Sonnabend, 16.11.2013, 10:00 – 17:00 Uhr

Wochenendseminar mit Werner Rätz, Attac, Bonn
Leitung: Michael Behrmann, Hans-Gerhard Klatt, Initiative BGE.BEK

Wenn eine einseitige Orientierung an Erwerbsarbeit und das Prinzip ungehemmten Wachstums in die Krise führen, müssen gesellschaftliche Prinzipien neu gedacht werden. Ein emanzipatorisches, bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) befreit Menschen, denen die erzwungene Orientierung auf Erwerbsarbeit keine existentielle Sicherheit mehr geben kann, aus grundlegenden Ängsten. Es schließt an bisherige soziale Sicherungen an, verteidigt und vertieft ihre Errungenschaften. Es leistet wichtige Beiträge zu einer würdevollen und sinnerfüllten Zukunft.

Das Wochenendseminar gibt die Gelegenheit, das Konzept kennenzulernen und Finanzierungsmöglichkeiten, Modalitäten und Gegenargumente zu diskutieren.
Die aufbrechende Spannung zur Leistungsorientierung wird theologisch und politisch überdacht werden. Und es wird zentral um die Frage gehen, welchen Stellenwert eine Initiative für das BGE für die kirchliche Weiterarbeit am Thema »Armut und Reichtum in Bremen – gemeinsam für eine soziale Stadt« haben kann.

Da es nur begrenzte Plätze gibt, erfordert dieses Wochenendseminar unbedingt eine Anmeldung.

Anmeldung bitte unter: Evangelisches Bildungswerk, Telefon 3 46 15-35 / Veranstaltungs-Nr.: 132411


Ort: Martin-Luther Gemeinde Findorff, Neukirchstr. 86, 28215 Bremen

Mittwoch, 13. März 2013

Grundeinkommen in Otjivero / Namibia - Erfahrungen und Perspektiven für Afrika und Europa

Veranstaltung am Dienstag, 09.04.2013 um 19:30 im DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

Vorträge und Diskussion mit Herbert Jauch (Windhoek, Namibia) und Werner Rätz (Bonn) 

Vom 08. bis 12. April 2013 findet in 5 verschiedenen Städten eine von der Europäischen Akademie NRW geförderte Vortragsreise von Herbert Jauch statt. Herbert Jauch ist Mitglied der Basic Income Grant Coalition in Namibia, die sich dafür einsetzt, das Grundeinkommen in ganz Namibia einzuführen, um die Armut zu bekämpfen und die Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Er ist einer der Sprecher des Grundein­kommens-Pilotprojektes und Gründungsdirektor des gewerkschaftlichen Forschungsinstituts LaRRI (Labour Resource and Research Institute).

Nach seiner Vortragsreise im Jahr 2010 ist Herbert Jauch wieder einmal Gast der Attac AG „Genug für alle“, um uns mitzunehmen auf eine Reise nach Afrika, in eine kleine Welt mit Grundeinkommen, die Vorbild sein kann und uns Möglichkeiten zeigt und eröffnet.

Was wurde aus dem Grundeinkommen in Otjivero?

Nach wie vor findet das Projekt einer bedingungslosen sozialen Absicherung in Otjivero, Namibia, international große Aufmerksamkeit und wurde im Oktober 2012 sogar von der UNO lobend erwähnt. Herbert Jauch, einer der Mitorganisa­toren, wird die Geschichte der Grundeinkommensidee in Namibia vortragen und die Ergebnisse des Pilotprojekts würdigen. Trotz der sehr positiven Resultate wurde ein Grundeinkommen in Namibia bisher noch nicht eingeführt. Herbert Jauch wird kritisch analysieren, welche internen und externen Faktoren dazu beigetragen haben. Er wird auch zeigen, welche Möglichkeiten ein Grundeinkommen in afrikanischen Ländern wie Namibia bietet.

Sind die namibischen Erfahrungen für Europa nutzbar? 
Begleitet wird Herbert Jauch von Werner Rätz, Mitbegründer von Attac Deutschland und der Attac-AG „Genug für alle“.
Werner Rätz wird die Erfahrungen aus dem namibischen Projekt in den allgemeinen Rahmen der entwicklungspolitischen Debatte um Sozialgeldtransfers einordnen. Angesichts der aktuellen Armuts­entwicklung auch in einigen Staaten der Europäischen Union geht er der spannenden Frage nach, ob
die Erfahrungen mit dem afrikanischen Modell eines bedingungslosen Mindesteinkommens auch in Industrieländern nutzbar wären. Das Europaparlament hatte schon 2008 einen entsprechenden Prüfauftrag an die Kommission gegeben.

Die Veranstaltung in Bremen wird von der Bremer Attac-Gruppe „Genug für alle“ organisiert und von GEW Bremen, Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen, InitiativeBGE in der Bremischen Evangelischen Kirche und dem Bündnis Umfairteilen unterstützt.

Als Moderator führt uns Norbert Schepers von der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen durch den Abend. Er ist Mitherausgeber von 2 Büchern über das Bedingungslose Grundeinkommen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die deutsche Fassung des Abschlussberichtes über das Basic Income Grant Pilot Projekt in Namibia finanziert: "Der entscheidende Unterschied. Das Grundeinkommen in Namibia".


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Alle Termine der Vortragsreise

08.4. in Bonn: DGB-Haus, Endenicher Allee 127, 53115 Bonn
09.4. in Bremen:  DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen
10.4. in Magdeburg: DGB-Haus, Otto-von-Guericke-Str. 6, 39104 Magdeburg
11.4. in Ludwigshafen: Verdi-Haus, Kaiser-Wilhelm-Str. 7, 67059 Ludwigshafen
12.4. in Mainz: Wolfgang-Capito-Haus, Gartenfeldstr. 13-15, 55118 Mainz.
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Weitere Informationen zu Namibia im Internet:

Interview mit Herbert Jauch, Aktivist und Mitbegründer des Projekts BIG-Koalition hier

 
Website der BIG (Basic Income Grant) Coalition Namibia, mit Fotos und vielen Informationen (u.a. der Abschlussbericht über das Grundeinkommensprojekt in deutscher Sprache



Artikel über die Ergebnisse des Besuchs der UNO-Sonderberichterstatterin für Fragen der extremen Armut und der Menschenrechte in Namibia im Oktober 2012:
 
Die UNO-Sonderberichterstatterin für Fragen der extremen Armut und der Menschenrechte hat im Oktober 2012 Namibia besucht. In ihrem äußerst kritischen vorläufigen Bericht verzeichnete sie zahlreiche Verletzungen der Menschenrechte, krasse Armut sowie eine immense Ungleichheit zwischen den Bürgern von Namibia.

Sie war allerdings beeindruckt von den positiven Wirkungen des Basic Income Grant Pilotprojektes in Otjivero - in Bezug auf die Armutsbekämpfung, die Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsversorgung und Bildung, die Verringerung von Kriminalität und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Die Erfolge seien so überzeugend, dass die Namibische Regierung die Ausweitung des Programms auf das ganze Land prüfen sollte.