In unseren Veranstaltungen unter dem diesjährigen Motto "Wege zum Grundeinkommen" gehen wir der Frage nach, wie wir miteinander leben wollen. Die Antworten darauf sind so vielfältig wie die Schar der GrundeinkommenbefürworterInnen bunt ist.
Wir laden Euch/Sie herzlich ein, um gemeinsam über neue Wege nachzudenken.
Das Programm mit allen Veranstaltungen kann HIER geladen werden
Posts mit dem Label Woche des Grundeinkommens 2012 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Freitag, 3. August 2012
Donnerstag, 2. August 2012
Aufruf zur 5. Internationalen Woche des Grundeinkommens vom 17. bis 23.09.2012
Wege zum Grundeinkommen
Die 5. Internationale Woche des Grundeinkommens findet in diesem Jahr vom 17. bis zum 23. September 2012 statt – gleich nach dem BIEN-Weltkongress (14. – 16. September in München).
Die sozialen Verwerfungen in Europa nehmen zu, weil die Regierungen auf Steuereinnahmen von Reichen verzichten und dafür Sozialausgaben kürzen und den Druck auf die Armen erhöhen. Dabei geht es ausschließlich um die Sicherung der Finanzanlagen. Es scheint egal, ob Menschen mit Gütern und Dienstleistungen versorgt sind, ob ihnen öffentliche Infrastruktur zur Verfügung steht oder sie sich für ihr Geld etwas kaufen können. Die angeblichen Rettungsgelder fließen vielmehr unmittelbar auf die Konten der Gläubiger, das heißt zu den Banken und letztlich zu deren vermögenden Kunden und Aktionären. An Ländern wie Griechenland wird genauso wie an Erwerbslosen vorexerziert, wie es denen ergehen soll, die
angeblich nicht „wettbewerbsfähig“ oder tüchtig genug sind.
Höchste Zeit also, neue Wege zu finden: Wege zum Grundeinkommen.
So lautet daher das Motto des BIEN-Kongresses und der diesjährigen Woche des Grundeinkommens. Die Woche des Grundeinkommens soll zeigen:
Das bedingungslose Grundeinkommen ist
- in der aktuellen Situation das entscheidende Fundament für ein würdevolles Leben, weil es von Existenzangst und sozialer Ausgrenzung befreit
- ein zentraler Schlüssel für die Bewältigung der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise und für die Verhinderung weiterer derartiger Krisen, weil es eine Umverteilung von Oben nach Unten, von Reich zu Arm, von Finanzansprüchen zur Befriedigung von Bedürfnissen darstellt. Damit führt es zu dringend benötigten Gütern, solidarischen Ökonomien, Freisetzung von Demokratie und Kreativität
- ein Weg zu einem sozialen Europa, der durch die Europäische BürgerInnen-Initiative für
- ein bedingungsloses Grundeinkommen im Herbst 2012 beschritten werden wird
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein Zukunftsprojekt.
Das diesjährige Motto Wege zum Grundeinkommen fragt deshalb: Wie kommt die Zukunft in die Welt?
Die Antworten sind so vielfältig wie die Schar der Grundeinkommensbefürworterinnen und -befürworter bunt ist. Sie zeigen, welche Probleme mit dem BGE gelöst werden können; wie es schrittweise eingeführt und ausgestaltet werden kann; zu welchen Politiken es passt; welche politischen Bündnisse es befördert; wie es realpolitisch umgesetzt werden kann.
Machen Sie mit bei der 5. Internationalen Woche des Grundeinkommens!
Weitere Informationen auf der Website zur Woche des Grundeinkommens
Das Bedingungslose Grundeinkommen in Namibia: Was können wir daraus lernen?
Simone Knapp, Heidelberg, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)
Dienstag, 04.09.2012, 19.30 Uhr,
Gemeindehaus St.
Stephani, Stephanikirchhof 8, 20195 Bremen
Im Rahmen eines von Kirchen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen getragenen Pilotprojekts erhalten ca. 1000 Menschen in der Siedlung Otjivero in Namibia seit dem Jahr 2008 ein bedingungsloses Grundeinkommen (Basic Income Grant).
Simone Knapp berichtet über dieses Projekt, seine erstaunlichen Ergebnisse und seine weitere Zukunft sowie über die Lehren für die Diskussion und Chancen eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland.
Krisen ohne Ende - kann ein Bedingungsloses Grundeinkommen ein Ausweg sein?
Werner Rätz, Bonn, Mitbegründer Attac Deutschland, AG "Genug für alle"
Mittwoch, 19.09.2012, 19.00 Uhr,
Die aktuelle Finanzkrise zeigt: durch Bankenrettung und blinde Wachstumsgläubigkeit kann die Strukturkrise des Kapitalismus nicht aufgehalten werden. Politik und Wirtschaft müssten sich auch aus ökologischen Gründen an den Lebensbedürfnissen der Menschen ausrichten. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen wird der Zwang zum Verkauf der Arbeitskraft um jeden Preis verringert, die Umstellung auf eine bedarfsorientierte und ressourcensparende Ökonomie angeregt und demokratische und freiheitliche Rechte gestärkt.
Mittwoch, 19.09.2012, 19.00 Uhr,
Wallsaal, Zentral bibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Die aktuelle Finanzkrise zeigt: durch Bankenrettung und blinde Wachstumsgläubigkeit kann die Strukturkrise des Kapitalismus nicht aufgehalten werden. Politik und Wirtschaft müssten sich auch aus ökologischen Gründen an den Lebensbedürfnissen der Menschen ausrichten. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen wird der Zwang zum Verkauf der Arbeitskraft um jeden Preis verringert, die Umstellung auf eine bedarfsorientierte und ressourcensparende Ökonomie angeregt und demokratische und freiheitliche Rechte gestärkt.
Mittwoch, 1. August 2012
Wege zum Grundeinkommen - Ansätze für Deutschland
Ronald Blaschke, Berlin, Netzwerk Grundeinkommen
Donnerstag, 20.09.2012 19.00 Uhr,
Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen
Nach einem kurzen Überblick über die Debatten und Ansätze stellt Ronald Blaschke verschiedene Wege zum Grundeinkommen in Deutschland vor. Sozialpolitische Schritte zu einer Einführung werden entwickelt und zur Diskussion gestellt. Als Beispiel werden Möglichkeiten einer Kindergrundsicherung für Kinder und Jugendliche, eines BAföGs für alle Studierenden und einer Grundrente für alle Älteren vorgestellt. Ziel ist es, die Einführung des Grundeinkommens für alle als notwendige und realistische Alternative zur herrschenden Politik in Deutschland aufzuzeigen.
Wege zum Grundeinkommen in Asien: Ansätze im Iran und in der Mongolei, Modelle für Japan und Südkorea
Min Geum, Seoul (Südkorea), Basic Income Korean Network
Freitag, 21.09.2012, 19.00 Uhr,
In Asien sind bereits Grundeinkommensformen realisiert. Nach dem Vorbild von Alaska erhält die Bevölkerung in der Mongolei und im Iran Gewinnanteile aus der staatlichen Bodenschatzförderung. Auch für Südkorea und Japan wird diskutiert, Geldvermögen für die Finanzierung eines Grundeinkommens heranzuziehen. Dafür gibt es ein gemeinsames Motiv: die Stärkung des Gemeinwesens. Bei den europäischen Modellen werden Existenzsicherung und Freiheit des Individuums betont, in den asiatischen Ländern geht es oft vorrangig um die Bekämpfung großer Armut und die Aufrechterhaltung der politischen Verhältnisse.
Freitag, 21.09.2012, 19.00 Uhr,
Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58, 28199 Bremen
In Asien sind bereits Grundeinkommensformen realisiert. Nach dem Vorbild von Alaska erhält die Bevölkerung in der Mongolei und im Iran Gewinnanteile aus der staatlichen Bodenschatzförderung. Auch für Südkorea und Japan wird diskutiert, Geldvermögen für die Finanzierung eines Grundeinkommens heranzuziehen. Dafür gibt es ein gemeinsames Motiv: die Stärkung des Gemeinwesens. Bei den europäischen Modellen werden Existenzsicherung und Freiheit des Individuums betont, in den asiatischen Ländern geht es oft vorrangig um die Bekämpfung großer Armut und die Aufrechterhaltung der politischen Verhältnisse.
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| "In allen Ländern - Prekarität" - Gewerkschaftsdemo in Südkorea |
Würde und Wert des Menschen
Ronald Blaschke, Berlin, Netzwerk Grundeinkommen
Dienstag, 09.10.2012, 19.30 Uhr,
Im Zentrum christlicher Ethik steht die biblische Botschaft, dass jeder Mensch auch ohne Leistung wertvoll ist. Die Idee eines bedingungslosen, garantierten Grundeinkommens entspricht diesem christlichen Menschenbild. Es eröffnet den vertrauensvollen Blick auf die Würde eines jeden Menschen: ihm wird grundsätzlich positiv begegnet, seine Gaben und Fähigkeiten sind willkommen. Dem gegenüber steht das heute weit verbreitete Menschenbild, das den Menschen zuallererst nach seiner Leistung beurteilt. Entsprechend begegnet man Erwerbslosen oft mit Misstrauen, Reglementierungen und Sanktionen.
Gerade heute, angesichts sozialer Spaltung, müssen wir uns sehr bewusst fragen, welches Menschenbild uns leitet.
Ronald Blaschke wird in das Thema einführen und die Diskussion begleiten.
Dienstag, 09.10.2012, 19.30 Uhr,
Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 20195 Bremen
Im Zentrum christlicher Ethik steht die biblische Botschaft, dass jeder Mensch auch ohne Leistung wertvoll ist. Die Idee eines bedingungslosen, garantierten Grundeinkommens entspricht diesem christlichen Menschenbild. Es eröffnet den vertrauensvollen Blick auf die Würde eines jeden Menschen: ihm wird grundsätzlich positiv begegnet, seine Gaben und Fähigkeiten sind willkommen. Dem gegenüber steht das heute weit verbreitete Menschenbild, das den Menschen zuallererst nach seiner Leistung beurteilt. Entsprechend begegnet man Erwerbslosen oft mit Misstrauen, Reglementierungen und Sanktionen.
Gerade heute, angesichts sozialer Spaltung, müssen wir uns sehr bewusst fragen, welches Menschenbild uns leitet.
Ronald Blaschke wird in das Thema einführen und die Diskussion begleiten.
Arbeit um jeden Preis? Grundeinkommensgottesdienst
mit den Pastoren Friedrich Scherrer und Michael Behrmann sowie dem Vorbereitungskreis
Sonntag, 14.10.2012, 10.00 Uhr,
Die „Arbeit um jeden Preis“ widerspricht der jüdisch-christlichen Tradition. Denn der biblische Gott befreit sein Volk aus dem Haus der Sklavenarbeit und der entfremdeten Arbeit in Ägypten. Die Zehn Gebote dienen dazu, die Freiheit zu bewahren. In ihrem Licht ist unser Arbeiten zu sehen, also nicht „Arbeit um jeden Preis“, sondern Arbeit für ein gelungenes Zusammenleben in Würde. Das Bedingungslose Grundeinkommen knüpft daran an und entwickelt diesen Gedanken weiter.
Sonntag, 14.10.2012, 10.00 Uhr,
Kulturkirche St. Stephani, Stephanikirchhof, 28195 Bremen
Die „Arbeit um jeden Preis“ widerspricht der jüdisch-christlichen Tradition. Denn der biblische Gott befreit sein Volk aus dem Haus der Sklavenarbeit und der entfremdeten Arbeit in Ägypten. Die Zehn Gebote dienen dazu, die Freiheit zu bewahren. In ihrem Licht ist unser Arbeiten zu sehen, also nicht „Arbeit um jeden Preis“, sondern Arbeit für ein gelungenes Zusammenleben in Würde. Das Bedingungslose Grundeinkommen knüpft daran an und entwickelt diesen Gedanken weiter.
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