Dienstag, 13. August 2013

Das Grundeinkommen als Antwort auf neoliberale Umwälzungen



Freitag, 20.09.2013 um 20.00 Uhr,
Villa Ichon Bremen, Goetheplatz 4  28203 Bremen
  
Dr. Karl Reitter, Sozialphilosoph, Universität Wien, Redaktion der Zeitschrift grundrisse

Dass sich die Lebenssituation der überwiegenden Mehrheit seit Jahren verschlechtert ist offensichtlich. Löhne stagnieren oder werden gesenkt, die sich rasant ausbreitenden so genannten prekären Arbeitsverhältnisse bedeuten nicht nur sehr unregelmäßiges Einkommen, sondern auch den Verlust von sozialer Sicherheit. Während für die einen die Arbeitszeit steigt und steigt, sind andere permanent von Erwerbsarbeitslosigkeit betroffen. Steigende Mieten, erhöhte Kosten für medizinische Versorgung und Einschränkungen im Zugang zu Bildung erschweren zunehmend das alltägliche Leben. Der Druck auf das Individuum steigt und steigt; politische Proteste werden teilweise mit brutaler Repression beantwortet, die Überwachung der BürgerInnen wird systematisch und flächendeckend ausgebaut. Zahlreiche Verbote und Verordnungen schränken individuelle und kollektive Handlungsmöglichkeit ein. 

Was also dagegen tun? Die Strategien und Orientierungen, die noch in den 60er und 70er Jahren oftmals Erfolg versprachen, greifen offenbar nicht mehr, die Gesellschaft ist eine andere geworden und so manche herkömmliche linke Forderungen sieht angesichts der gegenwärtigen Lebenswirklichkeit alt aus. 

In diesem Vortag versucht der Referent einige Gründe und Ursachen für den uns allen betreffenden Wandel aufzuzeigen und eine Perspektive zu entwickeln, die den linken Widerstand tatsächlich auf die Höhe der Zeit heben könnte: eben die Forderung nach dem bedingungslosen, garantierten Grundeinkommen.