Sonntag, 5. April 2020




Ungewöhnliche Zeiten bescheren ungewöhnliche Maßnahmen - so auch diese Sonderausgabe unseres Rundbriefs - ungewohnt schnell nach dem vorherigen Rundbrief.


    • Zum einen bitten wir dringend um Unterstützung der unten genannten neuen Bundestags-Petition (denn nur sie hat für den Bundestag verbindlichen Charakter, sofern mehr als 50.000 Unterstützungen vorliegen innerhalb der vier Wochen der Zeichnungsfrist. Dann ist eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss sicher. Wir bitten auch erneut (falls nicht schon geschehen) um Unterstützung der im vorherigen Rundbrief schon genannten drei Online-Unterstützungen). Unten eine kleine Übersicht dazu mit der Anzahl der zum Zeitpunkt der Versendung des Rundbriefs aktuellen Unterstützerzahlen.
    • Zum zweiten sind es die wirtschaftlichen Implikationen dieser Coronakrise, die der BGE-Diskussion Auftrieb verleihen, über die wir informieren möchten.
    • Zum dritten fällt uns auf, wie wenig selbstkritisch schon wieder irrwitzige Wachstumsraten in die Diskussion gebracht werden, als ob ein bruchloser Anschluss unter Vernachlässigung schon lange vorgebrachter Kritik ermöglicht werden soll (z.B. Weserkurier vom 31.3.2020, Wirtschaft, S. 15: Rezession und Hoffnungsschimmer). Die Coronakrise macht doch Versäumnisse und Gefährdungen bisherigen Wirtschaftens deutlich, setzt auf einmal auf zuvor wenig gewertschätzte Tugenden wie Solidarität, Eigeninitiative . Diese Krise ist eine Unterbrechung. Eine Chance, Wesentliches und Unwesentliches zu identifizieren. Jetzt ist Umdenken gefragt, nicht Aufholjagd. Solche Besinnung wird auch Verhaltensänderungen nach sich ziehen müssen. Die Mittel sollten nicht die selben sein, die in die Krise geführt haben! Ein eBGE schafft Freiheitsräume, in denen es materiell besser möglich wird, sich Zumutungen wie solchem "Weiter-So", von Arbeitshetze, Spaltung der Gesellschaft, Verkehrsinfarkt oder Turbo-Kapitalismus Stück für Stück entziehen zu können und die Demokratie zu stärken. Die schon vor der Coronakrise virulenten Fragen nach Umwelt-CO2-Problematik und sozialer Gerechtigkeit stellen sich nun verschärft dar und offenbaren mehrfach den mangelhaften Charakter bisherigen Wirtschaftens. Es geht um die Frage: wie wollen wir leben? Wenn eine andere Welt möglich ist (- und daran besteht überhaupt kein Zweifel ! -), dann sollten wir alles daran setzen, auch in dieser Krise ihrer Verwirklichung näher zu kommen. Es gilt, sich den Beharrungskräften des bisherigen Kurses entgegen zu stellen - dem Gesetz der Massenträgheit zu trotzen.